Cookie Consent by Privacy Policies website Wohlfühlernährung

Wohlfühlernährung

15.02.2023
|

Auf die Stimme des Körpers hören

Genießen und schlemmen nach Herzenslust, was auch immer schmeckt – denn bei Wohlfühlernährung sind Verbote verboten. Essen, was Körper, Geist und Seele brauchen, um sich rundum gut zu fühlen.

Essen, was gut tut

Damit Körper, Geist und Seele in Einklang sind, braucht man keinen aufwändigen Trainings- oder Lebensplan. Die ebenso einfache wie wirksame Formel heißt: Auf ausgewogene Mahlzeiten und regelmäßige Bewegung und Entspannung achten! Das wichtigste Food-Geheimnis: Muße! Nehmt euch genügend Zeit zum Einkaufen, zum Kochen und zum Essen.


Die oberste Devise für die Ernährung heißt: Genießt mit allen Sinnen! Für seinen Körper sollte einem das Beste gerade gut genug sein. Achtet auf Qualität: Frische, knackige Lebensmittel sehen appetitlich aus, duften verführerisch und versprechen Genuss pur. Hochwertige Produkte versorgen den Körper mit allem, was er braucht, um reibungslos zu funktionieren, und heben die Stimmung.


Die einzig wahre Ernährungsweise gibt es nicht – jeder Mensch hat einen individuellen Stoffwechsel. Deshalb sollte man auf die Stimme des Körpers hören und essen, was einem gut tut. Einige Grundlagen der ausgewogenen Ernährung sind allerdings allgemein gültig und werden im Folgenden aufgezeigt.

Essen nach der Ernährungspyramide

Wer sich an die so genannte Ernährungspyramide hält, kann Diäten und lästiges Kalorienzählen für immer vergessen. Die Pyramide ist das Ergebnis der aktuellen ernährungswissenschaftlichen Untersuchungen und zeigt auf einen Blick die Rangordnung der gesunden Lebensmittel. Sie gibt damit einen Anhaltspunkt, wie unsere Ernährung idealerweise zusammengesetzt sein sollte.

Trinken ist wichtig
Trinken ist wichtig © pixabay.com

1. Trinken, trinken, trinken

Über den Durst trinken erlaubt: Wasser ist die Quelle allen Lebens und ursprünglichster Durstlöscher. Es reguliert die Körpertemperatur, transportiert Nähr- und Vitalstoffe und schwemmt Schadstoffe aus. Wenn der Körper zu wenig Wasser bekommt, schlägt der Organismus sofort Alarm, reagiert mit Kopfschmerzen und Mattigkeit. Wasser hält durch seine wertvollen Vitalstoffe den Mineralstoffhaushalt des Körpers im Gleichgewicht und ist ganz nebenbei noch ein preiswertes Schönheitsmittel für pralle und schimmernde Haut. Kluge Menschen greifen regelmäßig zum Glas beziehungsweise zur Flasche und löschen ihren Durst mit Mineralwasser. Ebenfalls erlaubt: Kräuter- und Früchtetees oder leichte Fruchtschorlen. Zwei bis drei Liter Flüssigkeit sollten es über den Tag verteilt sein!


Ein einfacher Test zeigt, ob man genügend trinkt: Die Haut am Handrücken leicht hochzupfen. Wenn sie sich nur langsam wieder anschmiegt, ist man dehydriert. Erste Hilfe: trinken, am besten pro Stunde ein Glas Wasser.


Kleine Wasserkunde


Auf jeder Mineralwasserflasche gibt ein Etikett Aufschluss über die Art des Wassers, über den Gehalt an Mineralstoffen. Und darauf kommt es an, auf seinen Gehalt an Mineralien und seine Reinheit.

Schlankheitstipps

In Ruhe genießen: Die Zauberformel für grenzenlosen Essgenuss heißt: sich Zeit nehmen, hinsetzen und jeden Bissen bewusst genießen. Ergebnis: Der Magen meldet viel früher, dass er gut gefüllt ist. Und: Eine kurze Pause entspannt den Geist und macht fit für die nächsten Taten.


Sanfter Druck gegen Hunger: Den Hunger mit Akupressur austricksen: Etwa 20 Sekunden mit dem Mittelfinger in die Vertiefung zwischen Nase und Oberlippe drücken.


Nach dem Sündenfall: Ein gemütlicher Abend mit Pizza, Eiscreme oder Rotwein vor dem Fernseher ist herrlich – und das schlechte Gewissen am nächsten Tag oft groß. Keine Panik! Solche kleinen Fehltritte lassen sich mit einem Obsttag ausbügeln: Den ganzen Tag Obst naschen und trinken.


Zähne putzen: Kleiner Trick gegen die Naschsucht: Nach den Mahlzeiten Zähne putzen oder einen Kaugummi kauen. Das wirkt erfrischend und das intensive Minzaroma nimmt die Lust auf weitere Süßigkeiten.


Snack Attack: Kleine Gerichte verhindern Motivationstiefs und sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel nicht zu stark absinkt und Heißhungerattacken ausbleiben. Super für zwischendurch sind Low-Fat-Snacks, die satt machen: würzige Sushi, fruchtiger Obstsalat oder gaumenschmeichelnde, cremige Obst-Smoothies mit fettarmem Joghurt. Ideal ist auch heiße Brühe.

  • Heilwasser ist bekannt für seine lindernde und vorbeugende Wirkung bei bestimmten Beschwerden. Diese sind wissenschaftlich nachgewiesen und auf dem Etikett angegeben. Es hat einen besonders hohen Anteil an Mineralien und Spurenelementen.
  • Quellwasser darf keine schädlichen Stoffe enthalten. Es braucht jedoch weder eine amtliche Anerkennung noch muss es gesundheitliche Vorzüge haben.
  • Tafelwasser ist eine Mischung aus Mineral-, Trink- oder Meerwasser, denen Kohlensäure, Salz und andere Stoffe beigemischt werden dürfen. Gesundheitsfördernde Wirkungen müssen nicht nachgewiesen sein.
  • Leitungswasser hat in vielen Regionen Deutschlands eine gute Qualität. Nur in Ausnahmefällen werden Pestizidrückstände oder hohe Nitratgehalte festgestellt. Die aktuelle Trinkwasserqualität erfährt man bei der Verbraucherzentrale oder den örtlichen Wasserwerken.
  • Derzeit im Trend liegt sauerstoffhaltiges Wasser. Studien zeigen, dass Wasser, angereichert mit etwa 70 Milligramm Sauerstoff, leistungssteigernd wirkt und das Immunsystem positiv beeinflusst.

2. Brot, Reis, Pasta und Müsli – am besten aus Vollkorn

Von ihnen sollten wir am meisten essen. Sinnvoll sind etwa drei bis fünf Portionen Vollkornprodukte täglich, die ungefähr 40 Prozent der Nahrung ausmachen. Produkte aus Vollkorngetreide versorgen den Körper mit energiespendenden Kohlenhydraten sowie Ballaststoffen und sättigen lang anhaltend. Sie sind die Haupt-Powerquelle für den Stoffwechsel. Sie liefern Brennstoff für Gehirn, Nerven und Muskeln, sorgen für gute Laune und Energie. Der Körper braucht regelmäßig Kohlenhydratenachschub, sonst droht ihm Unterzuckerung. In so einem Fall verlangt der Organismus dann schnell nach Schokolade, Keksen oder Kuchen – der berühmte Heißhunger auf Süßes. Der Zucker in den Süßigkeiten lässt den Blutzuckerspiegel zwar rasch ansteigen, doch genauso flott sinkt er auch wieder ab; man ist wieder hungrig. Wirkungsvoller sind da Kohlenhydrate in Vollkornprodukten, Obst oder Gemüse, zum Beispiel in Äpfeln, Möhren, Vollkornbrot, Müsli oder Naturreis. Diese werden vom Körper langsamer aufgenommen. Der Blutzuckerspiegel und damit auch die Gefühlswelt und die gute Laune bleiben konstant.

Gemüse
Gemüse © pasja1000 auf pixabay.com

3. Obst und Gemüse

Der Wohlfühltrick: Esst so oft wie möglich frisches Obst und Gemüse! Fünf Portionen täglich beziehungsweise 35 Prozent der täglichen Nahrung sollten es sein. Sie sind essentiell für eine optimale Versorgung mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen sowie immunstärkenden sekundären Pflanzenstoffen (also ätherischen Ölen, Aromen oder Farbstoffen) und schützen den gesamten Organismus, aktivieren den Stoffwechsel und stärken die Immunabwehr. Und: Bei Obst und Gemüse stecken die Vitalstoffe unter der Schale; diese deshalb möglichst mit Haut oder Schale essen.


Vitamine und Mineralstoffe


Es gibt einige Substanzen, die so gezielt auf den Organismus einwirken können, dass er länger fit, gesund und schön bleibt. Diese so genannten Antioxidanzien schützen den Körper vor den Angriffen der freien Radikale, also aggressiver Verbindungen, die – freigesetzt durch schädliche (Umwelt-)Einflüsse wie UV-Strahlen, Stress, Nikotin oder Alkohol – an den Zellen irreparable Schäden anrichten können. Mit Hilfe der Körperpolizei der Antioxidanzien bleiben Haut, Nerven und Organe länger leistungsfähig. Die Top-Helfer sind Vitamin C, Vitamin E, Vitamin A und Betakarotin sowie das Spurenelement Selen.

  • Vitamin C stimuliert die körpereigene Abwehr, schützt die Blutgefäße, strafft das Bindegewebe und aktiviert die Fettverbrennung. 150 bis 1000 Milligramm Vitamin C täglich sind sinnvoll – das entspricht zwei Orangen, sechs Kiwi oder 300 Gramm Johannisbeeren. Das Obst kann auch als frisch gepresster oder naturbelassener Saft genossen werden. Unter den Gemüsen gelten rote Paprika, Brokkoli und Fenchel als gute Vitamin-C-Quellen.
  • Betakarotin wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt. Es schützt die Haut vor dem Altern. Der Bedarf (25 bis 50 Milligramm täglich) wird am besten durch viel rotes, gelbes oder grünes Obst und Gemüse gedeckt, zum Beispiel drei große Möhren oder eine Honigmelone.
  • Vitamin E bremst erwiesenermaßen den Alterungsprozess – für Schönheit, Fitness und Wohlbefinden gibt es nichts Besseres. 12 Milligramm Vitamin E benötigt der Körper pro Tag. Diese Menge bekommen Sie durch einen Esslöffel Weizenkeimöl oder eine Hand voll Haselnüsse oder Mandeln oder zwei Esslöffel Leinsamen.
  • Das Spurenelement Selen ist ein Schutzstoff mit vielfältiger Wirkung; so bremst es ebenfalls den Alterungsprozess. Der Selenbedarf ist nicht genau bestimmt; Schätzungen gehen von 20 bis 300 Mikrogramm pro Tag aus. Zwei bis drei Scheiben Roggenbrot oder ein Ei decken den Bedarf. Selen ist auch in Süßwasser- und Meeresfischen, in Kokos- und Paranüssen enthalten.

Sekundäre Pflanzenstoffe


Sekundäre Pflanzenstoffe sind Substanzen, die die Pflanzen vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen. Vergleichbare Aufgaben übernehmen sie auch im menschlichen Körper: Diese wertvollen Bodyguards aus Obst und Gemüse wehren zum Beispiel Bakterien ab, sie regen das Immunsystem an und verringern das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Studien haben zudem gezeigt, dass Menschen, die viel Obst und Gemüse essen, seltener an Krebs erkranken. Darüber hinaus bilden die sekundären Pflanzenstoffe im Stoffwechsel Hormone oder hormonähnliche Substanzen, die den Blutdruck regulieren und den Cholesterinspiegel senken. Mit ihren vielfältigen positiven Wirkungen sind die Pflanzenstoffe alles andere als "sekundär"; so heißen sie lediglich, weil sie nicht – wie etwa die Vitamine – primär lebensnotwendig sind. Sie können den Organismus aber vor vielen Schäden bewahren und dazu beitragen, dass wir leichter und länger gesund, jung und fit bleiben.


Hier die wichtigsten sekundären Pflanzenstoffe und ihre Wirkung im menschlichen Organismus:


  • Der Farbstoff Betakarotin aus der Klasse der Karotinoide zaubert rote und gelbe Farben in Blüten und Fruchtfleisch. Beim Menschen schützt er das Herz. Da Betakarotin sehr hitzeempfindlich ist, sollten die Top-Lieferanten wie zum Beispiel Möhren und Aprikosen am besten gleich roh oder nur gedünstet gegessen werden.
  • Glukosinolate sind die Scharfmacher in Kresse, Meerrettich, Senf und Kohlgemüse. Auf ihrer Reise durch den Körper wirken sie entzündungshemmend.
  • Sojabohnen, Roggen, Hafer und Weizen enthalten Phytoöstrogene; dies sind hormonähnliche Substanzen, die Brustkrebs vorbeugen und für eine schöne, straffe Haut sorgen.
  • Sesam, Pistazien, Walnüsse und Sojabohnen liefern reichlich Phytosterine. Ihre cholesterinsenkenden Eigenschaften zeichnen sie besonders aus.
  • Eine echte Randgruppe sind die Polyphenole. Sie konzentrieren sich in der Schale von Obst und Gemüse sowie in den äußeren Schichten von Getreidekörnern. Im menschlichen Organismus wehren sie schädliche Bakterien und Viren ab. Eine Untergruppe der Polyphenole sind die Flavonoide: Sie verleihen Kirschen ihre tiefrote Farbe und hemmen beim Menschen die Entstehung von Krebs. Eine weitere Untergruppe, die antioxidativ wirksamen Gerbsäuren, stecken reichlich in Wein sowie in grünem und schwarzem Tee.
  • Für das charakteristische Aroma von Zwiebeln, Lauch und Knoblauch sind Sulfide verantwortlich. Sie hemmen das Wachstum unerwünschter Bakterien.
Milchprodukte gehören dazu
Milchprodukte gehören dazu © pixabay.com

4. Milchprodukte sowie Fisch, Fleisch und Eier

Diese Lebensmittelgruppe sollte etwa 20 Prozent der täglichen Energiezufuhr ausmachen, Milchprodukte sollten jeden Tag auf dem Speiseplan stehen: Greift zu fettarmen Produkten und esst zweimal täglich Milch oder Joghurt. Bei Fleisch, Fisch und Eiern reichen zwei bis drei Portionen pro Woche.


Eiweiß (Aminosäuren) ist Baustoff für Zellen und Gewebe. Etwa 50 Gramm davon benötigt ein Erwachsener täglich. Ideale Eiweißlieferanten sind fettarme Milchprodukte wie Kefir und Joghurt, mageres Fleisch, Hülsenfrüchte und Nüsse. Am besten ist eine Mischung aus pflanzlichem und tierischem Eiweiß, weil der Körper diesen Mix optimal verwerten kann. Esst also zum Beispiel Joghurt mit Nüssen; damit erhält man sowohl tierisches (Joghurt) als auch pflanzliches Eiweiß (Nüsse).


Tryptophan ist ein Eiweißbaustein und Gute-Laune-Macher, den der Körper zur Bildung des Serotonins benötigt. Reichlich enthalten ist er zum Beispiel in Fisch, Lamm, Huhn, Milch, Joghurt, Kefir und Quark, aber auch in Bananen oder Dinkel. Tryptophan allein ist jedoch machtlos. Erst in Kombination mit Kohlenhydraten gelangt es ins Gehirn und kann von dort aus Ruhe und Ausgeglichenheit verbreiten. Die ideale Mischung: Fettarmen Joghurt mit etwa 50 Gramm Himbeeren und zwei Esslöffeln Haferflocken verrühren und genießen!

5. Süßigkeiten, Fette und Öle

Fünf Prozent davon pro Tag sind genug – je seltener man nascht und Junkfood mümmelt, desto besser. Denn Süßigkeiten liefern keine Nährstoffe, lassen den Blutzuckerspiegel rasant ansteigen und dann schnell wieder abfallen, sodass Sie sich schon kurze Zeit nach dem Genuss schlapp fühlen. Also besser den Verzehr dieser Dickmacher und Krafträuber einschränken!


Fette und Öle sind allerdings unterschiedlich zu bewerten. Butter, Sahne und Margarine haben viele gesättigte Fettsäuren, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen können. Für eine ausgewogene Ernährung unentbehrlich sind pflanzliche Öle wie Oliven-, Distel- oder Rapsöl. Sie liefern ungesättigte Fettsäuren, die die Blutfettwerte verbessern und dadurch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Auch die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren aus fettreichen Seefischen wie Lachs, Hering und Makrele schützen das Herz wirkungsvoll.

Fünf Mahlzeiten am Tag

Wenn die Abstände zwischen den Mahlzeiten zu lang werden, sind die Kohlenhydratspeicher leer – der Energiepegel sinkt. Deshalb sind für eine gleichmäßige Energieversorgung fünf kleinere Mahlzeiten günstiger als drei große.


Regelmäßig über den Tag verteiltes Essen unterstützt den Verlauf der persönlichen Leistungskurve. Diese hat zwei Hochphasen: eine am Vor- und eine am Nachmittag. Die Tiefpunkte sind jeweils mittags und spätabends. Bekommt der Körper den ganzen Tag über nichts zu essen, rächt er sich mit einer Heißhungerattacke am Abend. Also, Mahlzeiten einhalten!


Morgens und am Vormittag sind kohlenhydratreiche Mahlzeiten sinnvoll. Ein gutes Frühstück ist essentiell. Wer frühmorgens zu faul ist zum Kauen, mixt sich einen Shake, zum Beispiel aus Buttermilch, Kefir oder flüssigem Joghurt, Fruchtsaft wie Orange, Banane oder Pfirsich und ein oder zwei Esslöffeln Haferflocken. So kann der Stoffwechsel langsam auf Touren kommen. Spätestens um 9 Uhr ist es Zeit für ein Müsli oder Sandwich.


Ab mittags ist eine Mischung aus Kohlenhydraten und Eiweiß optimal. Für das Mittagessen sollte eine halbe Stunde drin sein: Pasta, Risotto oder ein kleines Steak sind ideal. Sie machen satt, aber nicht zu müde. Abends reicht eine Kleinigkeit wie Salat oder ein Süppchen.

Das könnte dich interessieren:

Alles über Fango

18.06.2020

In Bädern, als wohltuende Körperpackungen oder als Umschlag wird der heilende Schlamm eingesetzt und wirkt dabei durchblutungsfördernd, entspannend und schmerzlindernd zugleich. Alles über Fango Fango wird vom italienischen Wort "la fanghiglia" abgeleitet - was so viel wie Schlamm bedeutet. Damit bezeichnet man Anwendungen mit heißem, geruchlosen Mineralschlamm. Dieser dient der Schmerzbehandlung, der Regeneration der Haut und als wohltuende Wärmebehandlung. Heilmittel des Meeres Bereits zu Zeiten der Römer wurde Fango zur schnelleren Heilung von Verletzungen angewandt. Heutzutage gehört die gesundheitsfördernde Fango-Anwendung zu einem guten Wellness-Programm. In Bädern, als wohltuende Körperpackungen oder als Umschlag wird der heilende Schlamm eingesetzt und wirkt dabei durchblutungsfördernd, entspannend und schmerzlindernd zugleich. Fango wird aus mineralhaltigem Gestein hergestellt, das meist vulkanischen Ursprungs ist und viele heilende Substanzen enthält, unter anderem Kieselsäure, Aluminiumoxid, Eisenoxid, Tonerde und Magnesium. Eingesetzt wird diese Anwendung bei vielen Beschwerden wie Rückenschmerzen, verschiedenen Hautproblemen wie Neurodermitis und Akne, Gelenkerkrankungen oder einfach nur zum wohligen Entspannen. Fango hatte seinen Ursprung bereits zur Römerzeit Bei der so genannten Fangopackung wird der erwärmte Mineralschlamm auf die erkrankten und meist schmerzenden Körperstellen aufgetragen. Durch das anschließende Einwickeln in Folie oder Tücher beginnt der Körper zu schwitzen, die Gefäße weiten sich, der Blutkreislauf wird beschleunigt und die heilende, therapeutische Wirkung der Packung somit unterstützt. Durch den positiven Wärmeeffekt eignet sich die Behandlung mit Fango zur Linderung chronisch schmerzhafter Erkrankungen des Bewegungsapparates und rheumatischer Beschwerden oder Verspannungen. Fango hilft bei Rheuma, Verspannungen und Problemen mit dem Bewungsapparat Die Algenbestandteile im Fango regen außerdem die Produktion schmerzstillender Substanzen an. Die enthaltenen Mineralsalze wiederum gleichen den Säurehaushalt der Haut aus und können somit auch Beschwerden bei Schuppenflechte lindern. Fango regt die Produktion schmerzstillender Substanzen an Die Fangobehandlung wird unter anderem auch in der Balneotherapie angewandt und dort mit Bestandteilen der Hydro- und Bewegungstherapie sowie verschiedenen Massagetechniken kombiniert. Von einer Wärmebehandlung mit Fango sollte jedoch insbesondere bei Erkrankungen wie Bluthochdruck, Blutungsneigung, Herzerkrankungen und Venenerkrankungen abgesehen werden, da sich der Wärmereiz nachteilig auswirken könnte. Welche Anwendungsbereiche gibt es beim Fango? - Balneotherapie - Hydrotherapie - Bewegungstherapie - Schmerztherapie Anwendungsgebiete des Fango - Felketherapie - Heilerdetherapie - Moorbad - Moorpackungen - Salzschlickbad Anwendungsarten des Fango

#Tipps

Die besten Hausmittel

09.06.2021

Mit Tee, Wadenwickel und Co. lassen sich viele leichte Beschwerden selbst lindern. Die besten Hausmittel Bei leichteren Beschwerden, wie zum Beispiel Schnupfen, Halsschmerzen oder juckender Haut, kann man auf altbewährte Hausmittel zurückgreifen, bevor man den Gang zum Arzt antritt. Hausmittel zur sanften Selbstbehandlung Das wohl bekannteste Hausmittel bei Erkältungsbeschwerden ist, mehrmals täglich eine heiße Zitrone mit Honig zu trinken. Weitere Tipps sind außerdem, mit ätherischen Ölen zu inhalieren (wirkt schleimlösend und abschwellend) und einmal am Tag einen Quarkwickel zu machen. Für Letzteres streicht man Quark auf ein Baumwolltuch, schlägt dieses anschließend ein und legt es sich um den Hals. Mit einem Handtuch abdecken und erst wieder abnehmen, wenn die Masse getrocknet ist. Das hilft bei Erkältung Selbstgemachte Fleisch- oder auch Gemüsebrühe kann dabei helfen, Schleim zu lösen. Außerdem verstärken die verwendeten Kräuter durch die darin enthaltenen Antioxidantien den Heileffekt. Zur Regeneration bei Fieber und grippalen Infekten Bei Ohrenschmerzen kann es helfen, ein Zwiebelsäckchen auf das Ohr zu legen. Hierzu zerkleinert man eine Zwiebel, erhitzt sie und wickelt die warmen Stücke in ein Geschirrtuch. Dieses legt man auf das schmerzende Ohr und fixiert das Päckchen z. B. mit einer Mütze. Nach 20 bis 30 Minuten helfen die Wärme und die ätherischen Öle dabei, die Schmerzen zu lindern. Das hilft bei Ohrenschmerzen Wer Zahnschmerzen hat, kann eine Gewürznelke in den Mund nehmen. Entweder hält man sie in der Nähe des betroffenen Zahns fest oder man kaut leicht darauf, bis die ätherischen Öle austreten und die Zahnschmerzen lindern. Nelke danach wieder ausspucken. Alternativ kann man auch reines Nelkenöl verwenden. Minze gegen Kopfschmerzen Bei leichten Kopfschmerzen hilft Minzöl. Einen Tropfen davon leicht in die Schläfen einmassieren und den Duft ein paar Mal einatmen. Das hilft bei Zahnschmerzen Molke regt die Durchblutung an, spendet reichlich Feuchtigkeit und reguliert den pH-Wert der Haut. Hilfreich bei Juckreiz und Sonnenbrand - einfach eine Molkeauflage auf die betroffene Hautstelle legen. Bei Stress und Schlafmangel kann eine Gesichtsmaske gegen müde Haut helfen. Dazu schneidet man eine Salatgurke in kleine Stücke und püriert diese mit einem Pürierstab. Dann noch zwei Teelöffel Quark hinzufügen und die Maske vorsichtig im Gesicht verteilen. Nach 20 Minuten Einwirkzeit kann man die Maske wieder abwaschen. Haut: Dies hilft bei Juckreiz, Sonnenbrand oder Stress Der hohe Faseranteil in Leinsamen und Pflaumen regt die Darmbewegung an. Begleitend dazu sollte man auf jeden Fall über den Tag verteilt mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Weiterhin wirksam gegen Verstopfung ist ein geriebener Apfel, den man am besten auf nüchternen Magen isst. Auch über Nacht eingeweichte Trockenpflaumen regen die Verdauung an und helfen gegen Verstopfung. Das beseitigt Verstopfung Bei Sodbrennen gelangt überschüssige Magensäure in die Speiseröhre. Verursacht wird dies oft durch fettes Essen oder Alkohol. Wer unter Sodbrennen leidet, kann entweder ein Glas warmes Wasser trinken oder eine Handvoll Haselnüsse oder Mandeln essen. Das hilft bei Sodbrennen Ingwer enthält Stoffe, die die Muskelkontraktion im Magen-Darm-Trakt verringern und saure Verdauungssäfte neutralisieren. Am Besten übergießt man eine Scheibe frischen Ingwer mit etwas kochendem Wasser, lässt das Ganze zehn Minuten ziehen und trinkt es anschließend in kleinen Schlucken aus. Achtung: Falls die Beschwerden nach ein paar Tagen nicht besser werden, sollte man jedoch auf jeden Fall zum Arzt gehen. Ingwer hilft gegen Übelkeit

#Tipps

Husten, Schnupfen oder Hautausschläge...

23.06.2021

Immer mehr Menschen reagieren allergisch auf Gräser, Pollen, oder Kräuter. Es ist wichtig die Allergieauslöser zu meiden und sich ausführlich über Allergien zu informieren. Husten, Schnupfen oder Hautausschläge... Über zehn Millionen Menschen reagieren auf die Pollen von Bäumen, Gräsern oder Kräutern allergisch, mehr als fünf Millionen vertragen bestimmte Lebensmittel nicht. Auch Tierhaare, Hausstaubmilben und Nickel lösen bei vielen Menschen Husten, Schnupfen, Hautausschläge oder ähnliches aus. Heute leiden sechs von zehn Deutschen unter mindestens einer Allergie. Tendenz steigend. Die Verbraucher Initiative beleuchtet Hintergründe und gibt Tipps zum Alltag mit Allergien. Immer mehr Menschen leiden an Allergien Ob Pollenflug, Bienen oder Lebensmittel – Allergien haben viele Gesichter. "Von einer Allergie spricht man, wenn das Immunsystem eine für sich betrachtet ungefährliche Substanz als fremd wahrnimmt, Antikörper dagegen bildet und fortan bei jedem Kontakt eine heftige Abwehrreaktion einleitet", so Laura Groche von der Verbraucher Initiative. Husten, Schnupfen, Juckreiz, Durchfall, Schwellungen der Schleimhäute oder auch Atemnot können die Folge sein. Bei der Diagnose kann ein Allergietagebuch helfen Ein Allergietagebuch kann helfen, herauszufinden, ob und welche Allergie die Ursache für solche Symptome ist. Darin wird über einen längeren Zeitraum hinweg erfasst, welche Beschwerden wann und wie lange auftreten, wo man sich dabei aufgehalten, welche Aktivitäten man ausgeübt und welche Lebensmittel, Getränke und Medikamente man zu sich genommen hat. Zur Absicherung des Verdachts stehen Ärzten je nach Allergieform verschiedene medizinische Tests zur Verfügung. Allergieauslöser müssen vermieden werden Egal, wogegen die Allergie besteht: Um die unangenehmen und manchmal gefährlichen Reaktionen einer Allergie zu vermeiden, müssen die Auslöser konsequent gemieden werden. "Niemand muss aber Pflanzen, Lebensmittel, den Kontakt zu Tieren und ähnliches prophylaktisch vermeiden, um eine Allergie zu verhindern", erläutert Laura Groche. Ob und wogegen eine Allergie entsteht, kann nie mit Sicherheit vorhergesagt werden. "Tabakrauch, schlecht gelüftete Innenräume oder der übermäßige Einsatz von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln sind aber Risikofaktoren, die jeder leicht aus seinem Alltag verbannen kann". Bei einer Allergie nimmt der Körper eine ungefährliche Substanz als fremd wahr

#Tipps

Entspannen auf Asiatisch

07.07.2021

Die thailändische Wellness ist mehr als nur die berühmte Thai-Massage. Meditations- und Atemübungen gehören genauso dazu wie das thailändische Lebensmotto Sanuk. Entspannen auf Asiatisch Thailand ist nicht nur ein tolles Reiseziel für Strandurlauber, auch im Bereich Wellness hat das Land in Südosten Asiens einiges zu bieten. Die berühmte Thai-Massage ist dabei nur ein Teil des ganzheitlichen Gesundheitskonzepts der Thailänder. Die Grundlage aller Wellness-Anwendungen in Thailand ist die traditionelle thailändische Medizin. Sie entstand vor rund 5.000 Jahren aus der traditionellen chinesischen Medizin und der indischen Ayurveda-Lehre. Die Medizin basiert auf den vier Grundelementen Wasser, Wind, Erde und Feuer und vermutet den Ursprung von Krankheiten im inneren Ungleichgewicht dieser Elemente. Die thailändische Medizin setzt vor allem auf die Anwendung von Heilpflanzen. Für viele Thailänder haben Pflanzen eine spirituelle Bedeutung. Deswegen gibt es in jedem Haus in Thailand Plätze, an denen Pflanzen wachsen sollen. Auch die thailändische Regierung fördert den Anbau von Heilpflanzen in Gärten und auf Balkonen, um so Kosten im Gesundheitssystem einzusparen. Der Grund für die Bedeutung der Pflanzen-Heilkunde in Thailand liegt in der Artenvielfalt, die es in dem Land gibt. Dort wachsen rund fünf Mal so viele Pflanzenarten wie in Europa und so haben die Thailänder für fast jede Krankheit ein passendes Kraut zur Hand. Sie nutzen die Heilpflanzen unter anderem gegen Übergewicht und zum Absenken der Blutfettwerte, gegen grippale Infekte, gegen Wechseljahresbeschwerden und sogar zur Krebstherapie. Außerdem werden viele der Kräuter den täglichen Speisen der Thais beigegeben, um Krankheiten vorzubeugen. Die Schulmedizin und die traditionelle Medizin unterstützen sich dabei Thailand gegenseitig. So arbeiten kräuterkundige Heiler und Forscher der staatlichen Universität Khon Kaen in Thailand eng zusammen, um die Wirksamkeit der Heilpflanzen zu untersuchen. Grundlage: Die traditionelle thailändische Medizin Bei allen Wellness-Anwendungen und Möglichkeiten, die Thailand bietet, ist eins jedoch am Wichtigsten: Sanuk. Sanuk ist die thailändische Lebensphilosophie und bedeutet in etwa "Spaß und Freude haben". Thailänder beurteilen alles danach, ob es Spaß macht oder nicht. Was nicht Sanuk ist, das vermeidet der Thai, wenn es irgendwie geht. Auch wenn man manchmal Dinge tun muss, die nicht Sanuk sind, versuchen die Thailänder, sie mit etwas Sanuk zu verbinden, um sie angenehmer zu machen. Auf der Sanuk-Skala ganz oben steht für Thais besonders das Essen, am liebsten in geselliger Runde. Sanuk ist aber auch Shopping, ein Nickerchen zwischendurch oder seichte Unterhaltung. Als nicht Sanuk gelten dagegen sportliche Betätigungen, komplizierte Fernsehsendungen wie Politikmagazine oder ernste Filme und Diskussionen oder gar Streitgespräche mit Freunden oder der Familie. Sanuk hat also vor allem etwas mit Geselligkeit und Entspannung zu tun. Deswegen sollte man sich auch beim Wellness in Thailand vor allem nach dem Motto richten: "Hauptsache Sanuk!" Das Wichtigste: Sanuk Viele Heilpflanzen der Traditionellen Thailändischen Medizin sind mittlerweile auch bei uns bekannt. Welches sind die wichtigsten Pflanzen und gegen welche Beschwerden helfen sie? - Die Heilpflanze Aloe Vera hilft bei Allergien, Arthritis, Immunschwäche und Schnupfen und kann zur inneren und äußeren Anwendung genutzt werden. - Die Curcuma-Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse lindert Magen-schmerzen und Verdauungsstörungen. - Die Wurzeln des Ginseng helfen bei altersbedingter Sehschwäche, bei Gedächtnisschwäche, Müdigkeit und Tinitus. Die Pflanzen sind vier bis sieben Jahre alt, wenn ihr Wurzeln verarbeitet werden. - Extrakte aus den Blättern des Ginkgo-Baums werden bei Mangeldurchblutung und Nachlassen der intellektuellen Leistungsfähigkeit angewandt. - Der Saft der Noni-Frucht soll laut traditionelle thailändischer Medizin bei Panikattacken und Depressionen helfen. - Die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelken-Baums werden bei Magenerkrankungen eingesetzt. Die Heilpflanzen aus Thailand Mehr zum Thema

#Tipps

Ayurveda als ganzheitliche Lehre

21.07.2021

Ayurveda ist die älteste überlieferte Medizinlehre und entwickelte sich in der Zeit der indischen Hochkultur vor rund 4.500 Jahren. Ayurveda als ganzheitliche Lehre Ayurveda ist die älteste überlieferte Medizinlehre und entwickelte sich in der Zeit der indischen Hochkultur vor rund 4.500 Jahren. Das Wissen um die ayurvedische Heilkunst wurde über Jahrtausende weitergegeben und noch heute wird die Mehrheit der Inder nach ayurvedischen Methoden behandelt. Mehr zu den ayurvedischen Behandlungen: Die Ayurveda-Therapien Der Begriff Ayurveda setzt sich aus den Worten für langes Leben "Ayus" und für Wissen "Veda" zusammen und lässt sich daher mit Wissenschaft vom Leben übersetzen. Basis der ayurvedischen Heilkunst ist die Annahme, dass jede Materie aus einer Kombination der fünf Elemente Wasser, Feuer, Luft, Erde und Äther besteht. Diese Elemente werden beim Menschen durch drei Energien aktiv, die Doshas genannt werden. Die Doshas sind verantwortlich für alle Funktionen des Körpers, des Verstandes und des Bewusstseins. Sind die drei Doshas – Vata, Pitta und Kapha genannt – nicht im Gleichgewicht, dann kommt es zu Störungen im menschlichen Körper, die sich zu Krankheiten entwickeln können. Ziel der Ayurveda-Therapie ist es deshalb, die Ursache des bestehenden Ungleichgewichts zu finden und die Doshas wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die drei Doshas sind in jedem Menschen vorhanden, jedoch dominieren meist ein oder zwei Doshas. Je nach Zusammensetzung der Doshas werden die Behandlungsmethoden bei der Ayurveda-Therapie ausgewählt und abgestimmt. Traditionell besteht Ayurveda aus mehreren Massagetechniken und Entspannungsübungen, aber auch die Ernährung spielt eine große Rolle. Die wichtigsten Elemente der ayurvedischen Medizin sind die Ganzkörper-Ölmassage (Abhyanga), die Tiefenmassage (Vishesh), die Seidenhandschuh-Massage (Garshan), Stirnölgüsse (Shirodara) und Kräuterdampfbäder (Svedana). Eine ganzheitliche Therapie erfährt der Patient während einer ayurvedischen Panchakarma-Kur. Ayurveda sieht sich dabei nicht als Ersatz zur Schulmedizin, sondern will diese ergänzen und wird vor allem zur Vorbeugung von Krankheiten eingesetzt. Wichtige Elemente der Ayurveda-Anwendung Ayurveda versteht sich dabei als ganzheitliches Konzept, das Auswirkungen auf alle Bereiche des Lebens hat. Neben den Wellness-Anwendungen gehört vor allem eine bestimmte Ernährung zu einem Leben nach ayurvedischem Vorbild dazu. Die ayurvedische Lehre hat Auswirkungen auf den gesamten Lebenswandel. So wird empfohlen, spätestens um 6 Uhr am Morgen aufzustehen, da dann die Vata-Zeit endet. Grundlage jeder ayurvedischen Behandlung ist die Bestimmung des jeweiligen Dosha-Typs. Ohne die Einstellung der Anwendung auf den Patienten kann nicht die gewünschte therapeutische Wirkung erzielt werden. Ayurveda ist somit viel mehr als die wohltuenden Ölmassagen, die vor allem mit dem Begriff verbunden werden. Ayurveda als ganzheitliches Konzept Die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha repräsentieren und steuern unterschiedliche Körperfunktionen, Empfindungen und geistige Prozesse. Vata ist verantwortlich für die Bewegung, die Lebensfreude und die Angst. Pitta steuert den Stoffwechsel, das Verständnis und den Ärger. Kapha hingegen ist das Strukturprinzip und bildet die Grundpfeiler der Materie. Es regelt die Abwehrkräfte, die Ausdauer und den Sexualtrieb. Im Menschen wirken alle drei Doshas zusammen. Daher ist ein balanciertes Verhältnis von Vata, Pitta und Kapha notwendig, um ein gesundes Leben zu führen. Jeder Mensch verfügt über eine individuelle Zusammensetzung der Doshas, die auch verantwortlich für seinen Charakter, seine Veranlagung und seine Natur sind. Ist der Wert eines Doshas zu hoch oder zu niedrig kann es zu Beschwerden kommen. Diese müssen dann durch stimulierendes oder dämpfendes Vata-, Pitta- oder Kapha-Verhalten reguliert werden. Die Doshas: Drei Energien des Lebens

#Tipps

Wellness mit Salz

24.09.2021

Salz ist, neben dem Gebrauch im Haushalt, auch optimal für Wellness- und Beautyanwendungen. Wellness mit Salz Salz ist nicht nur ein wichtiges Hausmittel, sondern kann auch im Wellnessbereich sehr bedeutend sein. Was viele nicht wissen: Salz hilft bei trockener Haut und kann zudem bei der Entgiftung des Körpers unterstützend eingesetzt werden. Es wid unter anderem in Form eines Peelings oder in Verbindung mit anderen gesundheitsfördernden Behandlungen verwendet. Nicht mehr nur ein gewöhnliches Hausmittel Am häufigsten kommt das Produkt bei klassischen Peelings zum Einsatz. Es verleiht der Haut ein gesundes, frisches Aussehen und macht die Poren feiner. Weiterhin festigt es die Haut, spendet Feuchtigkeit, regt den Stoffwechsel an und sorgt für eine gute Durchblutung. Die einfache Zusammenstellung eines Salz-Peelings macht die Verwendung auch deshalb bei vielen Menschen so beliebt. Nach einer Vermengung mit verschiedenen Ölen oder Kräutern kann das Gemisch vor dem Duschbad in kreisenden Bewegungen auf die Haut aufgetragen werden. Vor allem Mandel-, Jojoba- oder Avocadoöl eignen sich besonders gut, da sie dem Peeling zusätzlich eine angenehme und entspannende Duftnote verleihen. Hautschüppchen werden dabei einfach abgerieben und die Haut sieht danach wieder geschmeidig und frisch aus. Körperpeelings in Kombination mit Salz und verschiedenen Ölen Auch für Fuß- und Gesichtsbäder oder Beauty-Masken ist eine Verwendung mit Salz möglich. Die Zusammenstellung ist einfach und mit wenig Zeitaufwand verbunden. Müde Füße kommen schnell wieder in Form und eine fahle Gesichtshaut sieht nach einer Salzmaske gleich viel frischer aus. Diese sollte allerdings nach fünf Minuten abgespült werden. Auch ein Gesichtsbad verleiht ein frisches Aussehen und macht die Haut zugänglicher für diverse Cremes. Mit Salz der müden Haut gekonnt entgegenwirken Am besten verknüpft man ein Salz-Peeling mit einem entspannenden Wellnesstag zu Hause. Die Peelings können wunderbar vor der Dusche oder in Kombination mit einem ausführlichen Bad angewendet werden. Körperpeeling mit Salz und Honig - ca. 400 g. Salz aus dem Toten Meer - ca. 8 EL Olivenöl - 2 EL Reisweinessig - 2 EL Honig, fliesend Das Salz soweit in ein Glas füllen, bis zum Rand noch ca. 2 cm Platz übrig sind. Dann soviel Olivenöl hinzugeben, bis das ganze Salz im Glas bedeckt ist. Anschließend den Reisweinessig und Honig zugeben, beides dient dazu die Haut zu erneuern und spendet Feuchtigkeit. Alle Zutaten gut miteinander vermengen und schon ist das Peeling einsatzbereit. Einfaches Rezept für ein DIY Salz-Peeling Außerdem wirkt eine Behandlung mit Salz gesundheitsfördernd. Bei einem Fußbad zum Beispiel werden Giftstoffe einfach über die Fußsohlen ausgeschieden. Außerdem hilft das Hausmittel gegen körperliche Beschwerden wie zum Beispiel Halsschmerzen. Schon Gurgeln mit Salzwasser tötet Bakterien ab und mildert die Schmerzen enorm. Zudem sorgt die Wirkung des weißen Goldes für das Abschwellen der Schleimhäute und macht die Atemwege frei. Den Körper entgiften mit Salz

#Tipps

Bei einer Erkältung stärken Massagen das Immunsystem

27.10.2022

Massagen sind wirkungsvolle Maßnahmen zur Stärkung der Abwehrkräfte im Winter. Bei einer Erkältung stärken Massagen das Immunsystem Die Erkältungswelle macht dem Immunsystem vorallem im Winter zu schaffen. Massagen mit erwärmten Massageölen sind wirkungsvolle Maßnahmen zur Stärkung der Abwehrkräfte. Sie steigern nicht nur das Wohlbefinden, sondern verbessern die Durchblutung und beugen so gleichzeitig Erkältungen vor. Massagen sind erholsam, stärkend und stimulierend zugleich Massagen sind besonders im Winter sehr erholsam und Immunsystem stärkend. Eine Massage aktiviert die Abwehrzellen in der Haut und entspannt das Gewebe. Dies ist besonders in der kalten Jahreszeit wichtig. Denn spätestens im November sind die ersten Erkältungen auf dem Vormarsch. Dem Körper fehlen Bewegung, Wärme und Nährstoffe. Eine Massage kann da wahre Wunder bewirken. Immunstärkung auf die entspannte Art Sie sorgt nicht nur für eine wohliges und entspanntes Gefühl, sondern stimuliert das Gewebe. Dadurch verbessert sich der Stoffwechsel der Haut und der Organe. Krankheitserreger können effektiver aus geschwemmt werden, während die Haut widerstandsfähiger gegen Temperaturschwankungen wird. Eine regelmäßige Massage kann so die Immunabwehr stärken und vor Erkältungen schützen. Die richtige Massage verbessert den Stoffwechsel Massagen mit Öl sind gerade im Winter effektiv, weil sie den Kreislauf mit samt der Durchblutung in Gang setzen. Erhitztes Massageöl kann tief in das Gewebe eindringen und den Körper von Innen heraus wärmen. Ein weiterer Vorteil erwärmten Massageöls liegt in der besseren Aufnahmefähigkeit der Haut. Das Öl hinterlässt keinen schmierigen Film, sondern dringt nahezu vollständig ein. Warme Massageöl tragen zur Entspannung bei Der Körper fühlt sich wie in einen wohligen Kokon eingehüllt und entspannt sich umso mehr. Dieser Effekt einer Ölmassage ist gerade im Winter von unschätzbarem Wert. Der Erkältung kann vorgebeugt werden, während der Körper eine tief gehende und wohltuende Vitalisierung erfährt. Regelmäßige Massagen verbessern das Wohlbefinden Jedes Jahr zu Beginn der Wintersaison steigert sich die Zahl der Erkältungen und Infekte. Das Robert-Koch Institut veröffentlicht regelmäßig Statistiken, welche eine Erhöhung an Influenza-Patienten, sowie eine Umsatzsteigerung der Apotheken, bestätigen. Daran sind nicht nur die Ausbreitung der Viren, sondern auch das geschwächte Immunsystem schuld. Der Wechsel von Wärme und Kälte, wenig Bewegung und das teils karge Saisongemüse machen das Immunsystem schläfrig. Die Durchblutung des gesamten Körpers wird gemindert. Viele Menschen merken dies an kalten Füßen und Händen. Was dem Körper im Winter fehlt ist Bewegung und Stimulation. Massagen bei Erkältungen

#Tipps

Massage-Guide

22.12.2022

Die unterschiedlichen Wirkungsbereiche und Methoden der Massage. Massage-Guide Die Massage ist eine Therapieform, die der mechanischen Beeinflussung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur dient. Durch verschiedene Handgriffe und den möglichen Einsatz von Hilfsmitteln werden Dehnungs-, Zug- und Druckreize ausgeübt. Ihre Wirkung erstreckt sich dabei nicht nur auf die behandelten Körperstellen, sondern auf den gesamten Organismus. Die Massage zählt zu den ältesten Heilmitteln, wenngleich es heute eine Vielzahl verschiedenster Massagearten gibt. Die Massage gehört zu den ältesten Heilmitteln Der Begriff Massage leitet sich vom griechischen Wort "massein" (dt.: kneten) ab. Ihren eigentlichen Ursprung hat die Massage - eine der ältesten physiotherapeutischen Methoden überhaupt - aller Wahrscheinlichkeit nach in China und Ägypten. Allgemein lässt sich Massage als mechanische Beeinflussung von Körpergewebe definieren. Die Behandlung ist eine Fortführung des archaischen Reflexes. Dabei wird eine verletzte Stelle mit den Händen berührt, um so einem durch Spannung verursachten Schmerz entgegenzuwirken und diesen zu lindern. Dieser Punkt ist und war von jeher charakteristisch für das Wesen der Massage: Sie ist ein Heilmittel im medizinischen Sinne und wird zur Verbesserung bzw. Wiederherstellung des Wohlbefindens eingesetzt. Die theoretischen Grundlagen der weltweit praktizierten Massagemethoden unterscheiden sich zum Teil sehr stark voneinander, und entsprechend groß ist die Anzahl der Wirkungsweisen auf den Körper. Was ist eine Massage? Über Indien und Persien gelangte diese Form der Physiotherapie schließlich nach Europa. Hier stammen die ersten Aufzeichnungen vom griechischen Arzt Hippokrates von Kos. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass Massagen (in unterschiedlichen Formen) in allen Kulturen bekannt waren. Kein Wunder, dass es eine solche Vielzahl an unterschiedlichen Techniken gibt. Die chinesische Medizin (zu der zahlreiche Massagetechniken zählen) und das ursprünglich aus Indien stammende Ayurveda gehören zu den ältesten, bekannten Medizinsystemen der Welt. Vermutlich sind diese bereits mehr als 3.000 Jahre alt und in steter Weiterentwicklung verfeinert worden. In der Ausführung unterscheiden sich die asiatischen Massagemethoden erheblich voneinander und dennoch dienen all diese Behandlungsmethoden als sanfter Ausgleich im Fluss der Energien und dem Lockern der Muskulatur durch das Dehnen und Lösen der Energieleitbahnen. Die Behandlung wirkt sich nicht nur auf den Bewegungsapparat aus, sondern beugt inneren Erkrankungen und körperlichen sowie psychischen Belastungen vor. Durch Dehnungen und Berührungen werden Blockaden gelöst und die Selbstheilungskräfte aktiviert. Ursprung der Massage Auch wenn der Name anderes vermuten lässt: Die Thai-Massage stammt aus Indien, ist aber in Thailand weit verbreitet. Thai-Massage oder Thai-Yoga-Massage ist eine kraftvolle Technik, die großes Wohlbefinden auslöst. Gearbeitet wird mit Dehn-, Klopf- und Strecktechniken. Zur Besserung von Verspannungen und Verhärtungen des Körpers sind immer mehrere Behandlungen nötig. Wie viele aus Asien stammende Gesundheitsysteme gilt auch die Thai-Massage als ganzheitliche (und nicht als anatomische) Behandlung, und eine solche kann schon mal zwischen einer und 2,5 Stunden dauern. Diese Massagearten gibt es Auch wenn der Name anderes vermuten lässt: Die Thai-Massage stammt aus Indien, ist aber in Thailand weit verbreitet. Thai-Massage oder Thai-Yoga-Massage ist eine kraftvolle Technik, die großes Wohlbefinden auslöst. Gearbeitet wird mit Dehn-, Klopf- und Strecktechniken. Zur Besserung von Verspannungen und Verhärtungen des Körpers sind immer mehrere Behandlungen nötig. Wie viele aus Asien stammende Gesundheitsysteme gilt auch die Thai-Massage als ganzheitliche (und nicht als anatomische) Behandlung, und eine solche kann schon mal zwischen einer und 2,5 Stunden dauern. Thai-Massage Die ganzheitliche energetische Massage kombiniert westliche und östliche Techniken und bezieht den ganzen Menschen - Körper und Psyche - mit ein. Zur Anwendung kommen Bestandteile der klassischen Massage und der Akupressur. Ziel ist es, durch eine Steigerung des Wohlbefindens die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und so den natürlichen Energiekreislauf wiederherzustellen. Ganzheitliche Massage Die klassische Massage kommt heute weltweit zur Anwendung und ist eine der bekanntesten Massageformen überhaupt. Im Gegensatz zu vielen anderen Methoden wird sie auch von der wissenschaftlichen Medizin als seriöse Therapie anerkannt. Die Behandlung basiert auf fünf unterschiedlichen, manuellen Griffarten, die den Kern der klassischen Massage bilden: - Streichende Bewegungen verstärken den Rückfluss der Lymphflüssigkeit in den venösen Blutkreislauf - Kneten fördert die Lockerung der Muskelfasern - Reibung wirkt durchblutungsfördernd - Die Vibrationstechnik hat einen schmerzlindernden und entspannenden Effekt - Klopfen wirkt sich positiv auf Durchblutung und Muskelspannung aus Neben diesen Wirkungsweisen hat sich die klassische Massage als hervorragendes Mittel zur Bekämpfung von Angst- und Stresszuständen erwiesen. Einer der Gründe für die positive Einflussnahme auf den Geist: Die Massage führt zu einer Ausschüttung von Serotonin, das auch als Glückshormon bezeichnet wird. Klassische Massage Die neben der klassischen am weitesten verbreitete Form der Massage ist die Lymphdrainage. Als solche bezeichnet man eine sanfte Körpermassage zur Behebung von Blockaden und Stauungen der Lymphflüssigkeit im Gewebe. Sie wirkt entschlackend und entgiftend. Durch das Streichen des Gewebes wird die im Gewebe angesammelte Flüssigkeit wieder zurück in die Blutbahn geführt und kann so über die Nieren ausgeschieden werden. Der Unterschied zur klassischen Massage besteht in den sanften Streich- und Kreisbewegungen der Fingerspitzen, im Gegensatz zu den festen Handgriffen der klassischen Massage. Lymphdrainage: Sanfte und entschlackende Körpermassage Eine Sonderposition nehmen die sogenannten Entspannungs- oder Wohlfühlmassagen ein. Diese Massagearten sind nicht zu verwechseln mit medizinischen oder therapeutischen  Massagen im Rahmen von Heilkuren. Doch das soll deren Stellenwert keineswegs schmälern. Viele Menschen haben zu wenig Hautkontakt und empfinden daher die Streicheleinheiten als besonders wohltuend für Körper und Seele. Fünf Millionen Nervenenden, die sich unter einem Quadratzentimeter Haut verbergen, übermitteln den sanften Druck der Berührung an das Gehirn, das mit einer Dosis des Stimmungsaufhellers Endorphin und des Sexualhormons Oxytocin reagiert. Wellnessmassage Die Existenz der Reflexzonen ist bis heute nicht bewiesen. Rein hypothetisch ist auch deren angebliche Verbindung zu den inneren Organen. Allerdings gibt es auch auf Seiten der Skeptiker und Kritiker solche, die der als "Reflexzonenmassage" bezeichneten Anwendung positive Wirkungen zugestehen. Zu den Schwerpunktbereichen der verschiedenen Varianten lässt sich Folgendes festhalten: Die klassische Massage zielt auf Beschwerden des Bewegungsapparats und ist in ihrer Ausrichtung am ehesten der Orthopädie zuzuordnen. Hier liegt der Unterschied zu den reflektorisch vorgehenden Massagen, wo man den Menschen als Ganzes betrachtet und auch Erkrankungen innerer Organe zu behandeln versucht, was die Hochschulmedizin jedoch ablehnt. Reflexzonenmassage Durch ein breites Wirkspektrum und die vielen positiven Nebeneffekte lässt sich eine Vielzahl der Massagen nicht mehr nur einem einzelnen Bereich zuordnen. Dennoch gibt es Schwerpunkte, die eine Einordnung in die unten angeführten Bereiche der Massagetechniken ermöglichen. - Aus dem asiatischen/fernöstlichen Raum: Kräuterstempel-Massage, Pantai Luar, Sanshui, Scen Tao, Shiatsu - Aus der traditionellen Chinesischen Medizin: Akupressur, Meridianmassage, Tuina-Massage, Chi Yang, Qi Massage (Chi-Massage) - Aus dem indischen Raum: Thai Massage, Garshan - Kombinierte Massagetechniken: Energetische Massagen, Watsu - Entspannungs- und Wohlfühlmassagen: Lomi Massage, Haki, Hot-Stone Massage, La Stone, TouchLife Massage, Kahi Loa Massage, Unterwassermassage - Therapeutische Massagetechniken: Lymphdrainage, Klassische Massage, Reflexzonenmassage, Fußreflexzonenmassage, Bindegewebsmassage Massagetechniken Bei den verschiedenen Formen der Massage bedient man sich unterschiedlicher Methoden, um Heilung oder Linderung herbeizuführen. Man spricht bei den klassischen Formen von direkter, bei den auf Reflexbögen basierenden Methoden von reflektorischer Wirkung. Die klassische Variante wird von der wissenschaftlichen Medizin weitestgehend anerkannt und findet sich in den Lehrbüchern und Therapieleitfäden wieder. Die zweite Art wird heutzutage noch sehr kritisch beäugt, und bislang haben nur wenige Massagemethoden den Sprung in die Leistungskataloge der Krankenkasse geschafft. Diese meist aus Ostasien stammenden Massageformen basieren auf der Theorie der Reflexbögen. Diese, so die Theorie, bilden eine Verbindung zu den Organen und folglich auch zu dort auftretenden Beschwerden. Grundlage für die Fußreflexzonenmassage ist die Annahme, dass alle Organe des Körpers in bestimmten Regionen der Fußsohle "abgebildet" sind. Nach diesem Modell findet sich zum Beispiel die Wirbelsäule am Längsgewölbe der Füße und das Stammhirn am vorderen Ende des großen Zehs abgebildet. Durch eine Druckmassage der entsprechenden Areale sollen die verschiedensten Krankheitsbilder beeinflusst werden. Es wird also nicht die kranke Stelle behandelt, sondern das entsprechende Areal, das das kranke Organ repräsentiert. Massagemethoden

#Empfehlungen #Tipps

Thermalbäder: Wie, Wo und Was?

02.02.2023

Wir klären die wichtigsten Fragen. Thermalbäder: Wie, Wo und Was? Wellness-Urlaub für einen Tag – das versprechen die vielen Thermen und Thermalbäder. Nicht nur in Deutschland erfreuen sich die Bäder einer immer größeren Beliebtheit und die Besucher nutzen die vielfältigen Angebote der Thermen für eine Pause vom Alltag. Denn die Thermen bieten dank Palmen, Strandbar und Wellenbad das perfekte Urlaubsfeeling, ohne dass man tatsächlich verreisen muss. Aber wie sieht es mit dem gesundheitlichen Aspekt der Thermen aus? Wie wirkt Thermalwasser, wo kommt die Tradition der Thermen her und wie viel muss man für einen Aufenthalt im Thermalbad bezahlen? Wir klären für euch die wichtigsten Fragen rund um das Thema Therme. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu Thermen und Thermalbädern Der Deutsche Heilbäderverband definiert Thermalquellen als Quellen, aus denen Wasser mit einer Temperatur von mindestens 20 Grad austritt. Die erhöhte Temperatur des Wassers entsteht entweder durch unterirdische vulkanische Aktivität oder durch das Zirkulieren des Wassers in tiefere – und damit heißere – Schichten der Erde. Die heißeste Quelle in Mitteleuropa befindet sich in Bad Blumau, hier kommt man durch Tiefbohrungen an 107°C heißes Wasser. Die heißeste natürliche Quelle ist in Aachen, hier hat das Wasser eine Temperatur von 74°C. Als Thermalsäuerling wird kohlensäurehaltiges Thermalwasser bezeichnet, wenn mindestens 1 g frei gelöstes Kohlenstoffdioxid pro Liter enthalten ist. Als Sole gilt Wasser, wenn in einem Liter mindestens 5,5 Gramm Natrium und 8,5 g Chloridione enthalten sind. Was ist Thermalwasser? Da Thermalwasser reich an gelösten Mineralien ist, wird Thermalwasser schon seit Jahrtausenden zu Therapiezwecken genutzt. Das warme Wasser wirkt anregend auf den Kreislauf, die Muskeln werden entspannt und chronische Gelenkerkrankungen können gelindert werden. Wie wirkt Thermalwasser? Thermalquellen befinden sich überwiegend in Gebieten mit hoher vulkanischer Aktivität oder in Regionen mit in der Tiefe liegenden Störungssystemen, wie dies beispielsweise in Aachen und in Baden-Baden der Fall ist. Die Region mit der höchsten Konzentration an heißen Quellen an Land liegt im Yellowstone Nationalpark in den USA. Wo finden sich Thermalquellen? Der größte Thermalkurort der Welt ist die Stadt Budapest in Ungarn. Hier gibt es über 120 verschiedene Thermalquellen, deren Wasser in mehr als 21 öffentlichen Thermalbädern genutzt wird. Bereits die alten Römer errichteten auf dem Gebiet des heutigen Budapest 14 Thermen. Bekannt ist vor allem das Széchenyi-Bad, das von den tiefsten und heißesten Thermalquellen in Budapest gespeist wird. In Deutschland ist das Rottaler Bäderdreieck in Niederbayern nahe der österreichischen Grenze mit den Kurorten Bad Griesbach, Bad Füssing und Bad Birnbach die größte Thermalregion. Welches sind die größten Thermalkurorte? Die Geschichte der Thermalbäder bzw. der therapeutischen Nutzung von Thermalwasser ist lang. Bereits vor 10.000 Jahren nutzten die Indianer die in Nordamerika vorhandenen heißen Quellen als Heilstätten. Die erste Thermen-Kultur etablierte sich im Römischen Reich. Aus dieser Zeit stammt auch das Wort "Therme", das sich vom griechischen "thermon loutron" ableitet und übersetzt in etwa "warmes Bad" bedeutet. Die älteste bekannte Therme wurde 400 vor Christus in Pompeji gebaut. In Rom wurde vermutlich im 2. Jahrhundert vor Christus mit dem Bau von öffentlichen Bädern begonnen. Um 400 nach Christus wurde bei einer Zählung allein in Rom elf öffentliche Bäder und 856 Privatbäder festgestellt. Die Thermen dienten in der römischen Kultur in erster Linie nicht der Körperhygiene oder einem therapeutischen Zweck, sondern sie waren vor allem für das soziale Leben von Bedeutung. Hier traf man sich zu Gesprächen und als Freizeitvergnügen. Die öffentlichen Thermen im alten Rom boten bereits viele zusätzliche Dienstleistungen wie Massagen, Gymnastik oder Schönheitsbehandlungen an. Außerdem verfügten vor allem die prächtigen öffentlichen Badehäuser auch über Schwimmbäder, Sportanlagen und sogar über Bibliotheken. Die berühmteste Therme der Antike war die Caracalla-Therme in Rom. Die Anlage war etwa 330 x 330 Meter groß und gehörte damit zu den größten Thermenanlagen der Stadt. Beeindruckend war besonders ihre Ausstattung mit prächtigen Marmorplatten, Statuen und Mosaiken. Der Ablauf und die Temperatur in den römischen Badeanlagen entsprachen vermutlich der heutzutage im türkischen Hamam üblichen Praxis. Auch auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands errichteten die Römer Thermalbäder. In Trier kann man noch heute Überreste der Kaisertherme besichtigen, die rund 300 nach Christus erbaut wurde. Die eindrucksvolle Ruine der großflächigen Badeanlage gehört zum UNESCO-Welterbe. Da die Innenausstattung und die technische Ausrüstung wohl nie vollendet wurde, konnte der Betrieb in der Kaisertherme jedoch vermutlich nicht aufgenommen wurden. Seit wann gibt es Thermalbäder? Laut dem Deutschen Heilbäderverband gibt es in Deutschland rund 130 Mineral- und Thermalquellen und mehr als 350 Heilbäder und Kurorte. Wie viele Thermalquellen und -bäder gibt es in Deutschland? Die Johannesbad Therme in Bad Füssing (Niederbayern) ist mit einer Wasserfläche von 4.500 m² Thermalwasser die größte Therme in Deutschland. Die Therme verfügt über 13 Becken mit verschiedenen Wassertemperaturen und unter anderem über ein Gegenstrombad, ein Kneippbecken, ein Hyperthermalbad und ein Inhalationsdampfbad. Die größte Fläche insgesamt hat die Therme Erding bei München: Mit einer Gesamtfläche von 430.000 m² ist sie nicht nur die größte Therme Deutschlands, sondern weltweit. Mit einem Gelände so groß wie zwanzig Fußballfelder ist die Therme Erding das größte Thermalbad der Welt, hier finden sich 29 Becken, 25 Saunen und 26 Rutschen. Welches ist die größte Therme in Deutschland? Für einen Besuch in der Therme wählt man am besten eine besucherarme Zeit aus. So sollte man möglichst nicht am Wochenende, während der Schulferien oder am frühen Abend eine Therme besuchen. In die Badetasche packen sollte man mehrere Handtücher, außerdem Duschzeug, Badebekleidung und einen Bademantel. In den meisten Thermen erhält man an der Kasse ein Armband mit einem Chip, mit dessen Hilfe man Leistungen innerhalb der Therme wie Essen und Trinken oder den Besuch im Saunabereich bezahlen kann. Die in Anspruch genommenen Leistungen werden gespeichert und beim Verlassen der Therme abgerechnet. So muss man kein Bargeld mit in den Thermenbereich nehmen. Was sollte man beim Besuch einer Therme beachten? Die Eintrittspreise der Thermen unterscheiden sich je nach Größe und Ausstattung des jeweiligen Bades. Die Eintrittspreise für zwei Stunden liegen in der Regel zwischen 15 und 22 Euro, für vier Stunden Aufenthalt bezahlt man zwischen 20 und 28 Euro. Eine Tageskarte liegt meist bei 22 bis über 40 Euro. Bei den meisten Thermen ist der Besuch der Saunalandschaft nicht im Eintritt der Badeanlage integriert und muss zusätzlich bezahlt werden. Der Aufschlag für die Sauna beträgt zwischen fünf und 10 Euro. Was kostet der Eintritt in eine Therme? Die modernen Thermalbäder bieten neben den Anwendungen mit Thermalwasser noch viele weitere Attraktionen, so dass sich oft ein Tagesaufenthalt lohnt. Ein Saunabereich findet man in fast allen Thermen. Hier gibt es teilweise bis zu zehn verschiedene Saunen und Dampfbäder zur Auswahl, die sich in der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit unterscheiden. Der Saunabereich ist meist erst ab 16 Jahren zugänglich und muss in der Regel extra bezahlt werden. Die Ausstattung im Schwimmbereich unterscheidet sich von Therme zu Therme. Meist findet man jedoch ein großes Sportbecken, ein Wellenbecken, einen Sprungturm und ein Gegenstrombad. Manche Thermen verfügen zudem über einen großen Spaßbereich mit Rutschen und anderen Attraktionen. So findet man die größte Rutschenwelt Europas in der Therme Erding bei München. An viele Thermen ist ein Day Spa angeschlossen, wo Besucher sich einem Massage- oder Beautyprogramm hingeben können. Neben Massagen werden hier kosmetische Anwendungen, Pflegepackungen, ayurvedische Behandlungen und spezielle pflegende Bäder angeboten. Die Behandlungen im Day Spa müssen extra bezahlt werden, am besten reserviert man sich seinen Termin im Day Spa rechtzeitig vor dem Besuch. In allen Thermen finden sich ein oder mehrere Restaurants, die für das leibliche Wohl der Besucher sorgen. Dem Wellness-Aspekt entsprechend gibt es in den Restaurants auch leichte und gesunde Gerichte. In einigen Thermen gibt es außerdem ein Fitnessstudio, das man gegen einen Aufpreis nutzen kann. Zudem werden im Schwimmbereich Kurse in Aqua Fitness angeboten. Aufgrund der unterschiedlichen Ausstattungen der verschiedenen Thermen informiert man sich am besten im Vorfeld eines Besuchs über das Angebot des ausgewählten Thermalbads. So kann man auch besser einschätzen, wie viel Zeit man für einen Besuch einplanen sollte. Was bieten Thermalbäder außerdem noch?

#Tipps