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Wellness auf Asiatisch
Wellness auf Asiatisch © Sasin Tipchai auf Pixabay

Entspannen auf Asiatisch

07.07.2021
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Thailand ist nicht nur ein tolles Reiseziel für Strandurlauber, auch im Bereich Wellness hat das Land in Südosten Asiens einiges zu bieten. Die berühmte Thai-Massage ist dabei nur ein Teil des ganzheitlichen Gesundheitskonzepts der Thailänder.

Grundlage: Die traditionelle thailändische Medizin

Die Grundlage aller Wellness-Anwendungen in Thailand ist die traditionelle thailändische Medizin. Sie entstand vor rund 5.000 Jahren aus der traditionellen chinesischen Medizin und der indischen Ayurveda-Lehre. Die Medizin basiert auf den vier Grundelementen Wasser, Wind, Erde und Feuer und vermutet den Ursprung von Krankheiten im inneren Ungleichgewicht dieser Elemente.


Die thailändische Medizin setzt vor allem auf die Anwendung von Heilpflanzen. Für viele Thailänder haben Pflanzen eine spirituelle Bedeutung. Deswegen gibt es in jedem Haus in Thailand Plätze, an denen Pflanzen wachsen sollen. Auch die thailändische Regierung fördert den Anbau von Heilpflanzen in Gärten und auf Balkonen, um so Kosten im Gesundheitssystem einzusparen.


Der Grund für die Bedeutung der Pflanzen-Heilkunde in Thailand liegt in der Artenvielfalt, die es in dem Land gibt. Dort wachsen rund fünf Mal so viele Pflanzenarten wie in Europa und so haben die Thailänder für fast jede Krankheit ein passendes Kraut zur Hand.


Sie nutzen die Heilpflanzen unter anderem gegen Übergewicht und zum Absenken der Blutfettwerte, gegen grippale Infekte, gegen Wechseljahresbeschwerden und sogar zur Krebstherapie. Außerdem werden viele der Kräuter den täglichen Speisen der Thais beigegeben, um Krankheiten vorzubeugen.


Die Schulmedizin und die traditionelle Medizin unterstützen sich dabei Thailand gegenseitig. So arbeiten kräuterkundige Heiler und Forscher der staatlichen Universität Khon Kaen in Thailand eng zusammen, um die Wirksamkeit der Heilpflanzen zu untersuchen.

Das Wichtigste: Sanuk

Bei allen Wellness-Anwendungen und Möglichkeiten, die Thailand bietet, ist eins jedoch am Wichtigsten: Sanuk. Sanuk ist die thailändische Lebensphilosophie und bedeutet in etwa "Spaß und Freude haben". Thailänder beurteilen alles danach, ob es Spaß macht oder nicht.


Was nicht Sanuk ist, das vermeidet der Thai, wenn es irgendwie geht. Auch wenn man manchmal Dinge tun muss, die nicht Sanuk sind, versuchen die Thailänder, sie mit etwas Sanuk zu verbinden, um sie angenehmer zu machen.


Auf der Sanuk-Skala ganz oben steht für Thais besonders das Essen, am liebsten in geselliger Runde. Sanuk ist aber auch Shopping, ein Nickerchen zwischendurch oder seichte Unterhaltung.


Als nicht Sanuk gelten dagegen sportliche Betätigungen, komplizierte Fernsehsendungen wie Politikmagazine oder ernste Filme und Diskussionen oder gar Streitgespräche mit Freunden oder der Familie.


Sanuk hat also vor allem etwas mit Geselligkeit und Entspannung zu tun. Deswegen sollte man sich auch beim Wellness in Thailand vor allem nach dem Motto richten: "Hauptsache Sanuk!"

Aloe Vera
Aloe Vera © PollyDot auf Pixabay

Die Heilpflanzen aus Thailand

Viele Heilpflanzen der Traditionellen Thailändischen Medizin sind mittlerweile auch bei uns bekannt.


Welches sind die wichtigsten Pflanzen und gegen welche Beschwerden helfen sie?


  • Die Heilpflanze Aloe Vera hilft bei Allergien, Arthritis, Immunschwäche und Schnupfen und kann zur inneren und äußeren Anwendung genutzt werden.
  • Die Curcuma-Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse lindert Magen-schmerzen und Verdauungsstörungen.
  • Die Wurzeln des Ginseng helfen bei altersbedingter Sehschwäche, bei Gedächtnisschwäche, Müdigkeit und Tinitus. Die Pflanzen sind vier bis sieben Jahre alt, wenn ihr Wurzeln verarbeitet werden.
  • Extrakte aus den Blättern des Ginkgo-Baums werden bei Mangeldurchblutung und Nachlassen der intellektuellen Leistungsfähigkeit angewandt.
  • Der Saft der Noni-Frucht soll laut traditionelle thailändischer Medizin bei Panikattacken und Depressionen helfen.
  • Die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelken-Baums werden bei Magenerkrankungen eingesetzt.

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