Navigation überspringen (direkt zum Inhalt)

Fastenzeit

Zeit zum Durchatmen

Zwischen Karneval und Ostern ist traditionell Fastenzeit: 40 Tage lang üben in dieser Zeit viele Menschen Verzicht. Dabei geht es nicht immer nur ums Essen: Über Auto-Fasten, Fernseh-Fasten bis hin zum Social Media-Fasten gibt es viele Varianten.

Woher kommt die Fastenzeit?

Den Ursprung hat die Fastenzeit im Christentum. In der Kirche ist sie die Zeit der Vorbereitung auf Ostern, erstmals belegt ist sie schon für das 2. Jahrhundert nach Christus. Biblisches Vorbild ist die Fastenzeit Jesu, der laut Bibel in der Wüste ebenfalls 40 Tage fastete.

Im Mittelalter war in der Fastenzeit das Verzehr von Fleisch, Alkohol, Eiern und Milchprodukten verboten, der Legende nach wurden deshalb auch die schwäbischen Maultaschen erfunden: In ihnen wurde das Fleisch versteckt, das so nicht sichtbar war und man deshalb unauffällig das Fasten brechen konnte. Deshalb werden sie noch heute "Herrgottsbescheißerle" genannt.

Nahrungsverzicht: Heilfasten

Obst
Obst © Theo Crazzolara (CC BY 2.0) via Wikimedia Commons

Traditionell verbindet man mit Fasten den Verzicht auf Nahrungsmittel. Eine weit verbreitete Form ist das Heilfasten, das von Otto Buchinger begründet wurde. Es gibt verschiedene Varianten des Heilfastens: Vom Teefasten, bei dem man nur Tee und Wasser zu sich nimmt, über das Molkefasten, bei dem Molke und Obstsaft erlaubt sind, bis zum Saftfasten mit Obst- und Gemüsesäften.

"Modernes" Fasten: Mit alten Gewohnheiten brechen

Für viele Menschen ist die Fastenzeit heutzutage eine Gelegenheit, mit (schlechten) Gewohnheiten zu pausieren oder besonders achtsam zu leben. Viele verzichten auf Alkohol oder Süßigkeiten, andere schwören in der Zeit Verhaltensweisen ab: Sie benutzen in der Fastenzeit kein Auto, keinen Fernseher oder verzichten auf Social Media-Aktivitäten. Andere setzen sich positive Ziele: Jeden Tag in der Fastenzeit 10.000 Schritte gehen oder fünf Portionen Obst und Gemüse täglich essen.

Quelle

Schneemenschen