Inhalt
Seite 2
Dampf und Gräser

Sauna-Special - Die Kunst dem Körper einzuheizen

Dampf und Gräser

Hamam

Der Hamam, auch bekannt als Türkisches Bad, ist durchaus vergleichbar mit der Sauna. Seine Herkunft liegt im arabischen Raum, im heutigen Iran, in Syrien und in der Türkei. Er ist auch unter dem Namen "Türkisches Bad" bekannt. Anders als die Sauna ist jedoch der Hamam ein Dampfbad und keine Trockensauna. Die Temperaturen betragen zwischen 40 °C und 60 °C. Die Luftfeuchtigkeit liegt deutlich höher. Oft werden aromatische Öle beigemengt. Teilweise gehören auch Massagen und Peelings zum Angebot. Durch Reiben mit der Kese, einem rauhen Handschuh aus Wildseide oder Ziegenhaar, wird die Haut von abgestorbenen Schuppen gereinigt.

Im Anschluß an das Dampfbad folgt eine Erholungsphase in einem kühleren Raum. Aufgrund der im Vergleich zur Sauna deutlich geringeren Temperaturen empfinden viele Menschen Hamam und Dampfbad als angenehmer und körperlich weniger strapaziös. Das Türkische Bad fördert die Hautdurchblutung und wirkt sich positiv aus bei Muskelverspannungen

Ruhephase
Wichtig nach dem Saunagang: die Ruhephase
© Baden-Baden

Heubad und Kraxenofen

Sanfte Wärme erzeugt auch das Heubad. Im Bad werden die heilenden Stoffe des Wiesheus über die Haut und die Atemwege wirksam. Durch den Kontakt des Heus mit der Haut kommt es zu einer langsamen Erwärmung, was die Schweißbildung anregt. Hinzu kommt seine durchblutungsfördernde und hautreinigende Wirkung. Nach dem Bad stellt sich ein Gefühl angenehmer Entspanntheit ein.

Aufgrund ihrer durchblutungsfördernden Wirkung setzt man Heubäder häufig bei Rückenverspannungen ein. Menschen mit rheumatischen Beschwerden berichten z.T. von schmerzlindernder Wirkung.

Heubad

Der Kraxenofen ist eine Form des Heubades. Ihren Namen erhielt diese Anwendung in Anlehnung an die Rückentragen (=Kraxen), mit denen man früher das geerntete Heu einbrachte. Das Heu wird zunächst schonend erwärmt. Man leitet Dampf durch frisches Heu, was ätherische Öle freisetzt. Auf diese Weise wird eine Substanz des Waldmeisters gelöst, die über Haut und Atemwege aufgenommen wird. Die im Heu badende Person sitzt am Ofen; dabei steigen die Kräuterdämpfe am Rücken empor.

Heubad
Entspannen im Heubad
© innerhofer photodesign

Banja - Schwester der russischen Sauna

Die Banja ist eine russische Schwester der finnischen Sauna. Ebenfalls aus Holz gebaut und mit 80 °C bis 100 °C genau so heiß, unterscheidet sich die Banja durch die deutlich höhere Luftfeuchtigkeit, was die Hitze noch intensiver erscheinen lässt.

Banja

Die klassische Banja verfügt über drei separate Räume; einen zum Schwitzen, einen zum Waschen (warm, kalt) und einen zum Regenerieren. Im Letztgenannten werden zwischen den Gängen Snacks und Getränke (Tee oder Bier) gereicht. Außerdem kann es vorkommen, dass dem Aufgusswasser alkoholische Getränke, z.B. Wodka oder Bier, beigemengt werden.

Sowohl in der finnischen Sauna wie auch in der Banja ist es üblich, sich selbst (oder auch gegenseitig) mit Bündeln von eingeweichten Birkenzweigen den Körper abzuschlagen, was erfrischt und die Blutzirkulation anregt.

Angenehmer Nebeneffekt: Es entsteht ein guter Geruch nach Birke. Das Wasser aus dem Kübel, in dem die Birkenzweige eingeweicht wurden, ergibt gleichzeitig einen hervorragenden Birken-Aufguss.

Im Sommer nimmt man hierfür oft frische Zweige; im Winter werden dagegen Birkenzweige verwendet, die im Sommer getrocknet und vor dem Gebrauch wieder mit heißem Wasser eingeweicht wurden. Wichtig ist, dass Blätter an den Zweigen sind, da das Abschlagen ansonsten schmerzhaft ist.

Dampfbad
Schonende Saunavariation
© Baden-Baden

Für Haut und Atemwege

Heubad: Seine Wirkung liegt in der Zusammensetzung. Arnica, Prachtnelke, Fingerkraut, Katzenpfötchen, Enziane, Wundklee, Labkraut, Steinklee und Schafgarbe sind nur einige der wirksamen Bestandteile der Heubadanwendung. Die Blütenpollen werden beim Wässern gebunden, was insbesondere für Allergiker wichtig ist. Das wohlriechende Kumarin ist neben ätherischen Ölen, Vitaminen, Kohlensäure, Milchsäure und Carotin ein wichtiger Bestandteil des Bergheus. Vor dem Bad wird das Heu für ca. 1 Stunde gewässert und langsam erwärmt. Die im Wiesheu enthaltenen ätherischen Öle entfalten ihre Wirksamkeit.

Kraxenofen: Die schonende Erwärmung des Heus im Inneren des Kraxenofen führt zur Freisetzung der natürlichen Verbindung Cumarin. Diese heueigene Heilsubstanz wird über die Haut und die Atemwege aufgenommen. Cumarin (Hydroxyzimtsäure) ist als Substanz des Waldmeisters bekannt und wirkt entspannend und beruhigend, entzündungs- und ödemhemmend.

Kreislaufschonende Varianten

Zu den zahlreichen Sauna-Varianten zählen z.B. Sanarium und Danarium. Die Temperaturen sind hier weitaus niedriger als in der klassischen (finnischen) Sauna, in der Regel zwischen 45 °C und 60 °C, die Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 und maximal 60 %. Diese Anwendungen gelten als weniger kreislaufstrapazierend. Mit 15 bis 30 Minuten übersteigt die Verweildauer die in der herkömmlichen Sauna, doch die eigentlichen Abläufe unterscheiden sich kaum.

Quelle
Schneemenschen GmbH
Prager Ring 4-12
66482 Zweibrücken
Deutschland
Tel.: +49 (0) 6332 792 120
Fax.: +49 (0) 6332 792 135
Wellness.info Link-Tipps