Pilates
Einklang von Körper und Geist
Die Pilates Philosophie geht davon aus, dass es eine untrennbare Verbindung zwischen dem Körper – und damit also Philosophie auch den Muskelgruppen und Gelenken – und unseren Gedanken gibt. Pilates ist eine Trainingsmethode, die den Körper unabhängig von Alter und körperlichen Leistungsfähigkeit mehr Balance und Beweglichkeit verleiht.
"Nach 10 Stunden fühlen Sie sich besser, nach 20 Stunden sehen Sie besser aus, und nach 30 Stunden haben Sie einen neuen Körper." (Joseph Pilates)
Kraft und Koordination
Auf schonende Weise wird eine Verbesserung der Körperhaltung, Koordination, Atmung, Konzentration und Ausdauer bewirkt. Pilates ist KEIN Powerkurs, sondern zielt auf Entspannung und Körperwahrnehmung ab. Trainiert wird die Leistungsfähigkeit der tiefliegenden Bauchmuskeln, der Beckenbodenmuskulatur und der kleinen Stabilisierungsmuskeln rund um die Wirbelsäule.
Wer nach der Pilates-Methode trainiert, lernt, mit dem eigenen Körper zu arbeiten und ihn zu respektieren. Man gewinnt Kraft, Koordination und Selbstvertrauen und entwickelt ein Gespür für eine korrekte Körperhaltung, die sich in die alltäglichen Bewegungen überträgt.
Entwicklung
Pilates ist einer der am schnellsten wachsenden Fitness-Trends in Europa. Dabei gibt es die Gymnastik nach der Pilates-Methode schon viele Jahre. "Erfunden" hat sie der deutsche Auswanderer Joseph Pilates, der 1923 in die USA ging und dort ein Gymnastikstudio eröffnete.
Gymnastik
Inspiriert durch das im selben Gebäude befindliche New York City Ballet begann er verschiedene Trainingsübungen auch für Tänzer zu konzipieren, sodass bald eine Menge Tänzer aus ganz New York bei ihm trainierten. Außerdem integrierte er Bestandteile des Tai-Chi in seine Übungen. Alsbald war das Studio ein Geheimtipp der New Yorker Society und eine Menge berühmter Stars von Theater, Ballett nahmen bei Pilates Trainingsstunden.
Innovative Lehre
Klassisches Pilates mit hochqualifizierten und nach international gültigen Kriterien ausgebildeten Trainern, wird als Einzel-, Duett- oder Kleingruppentraining angeboten, also als Personal Coaching System.
Pilates ist nicht nur ein Trend, vielmehr ist es die innovative Lehre einer Übungsabfolge, um den Körper und Geist zu trainieren und großen Problemen (schlechte Haltung, Rückenprobleme, mangelnde Fitness, Stress) entgegenzuwirken.
Diesen Effekt haben auch Schauspieler und Musiker wie Madonna, Julia Roberts, Sharon Stone oder Sportler wie Tiger Woods erkannt und zur wachsenden Popularität von Pilates einen großen Beitrag geleistet.
Prinzipien des Pilates
Entspannung: Pilatesstunden starten mit Aufwärmübungen. Aber vorher gibt es noch eine Phase der bewussten Entspannung, die zwischen 5-20 Minuten dauert und zum Ziel hat, erst einmal Abstand vom Alltag zu gewinnen um dann die Übungen mit der nötigen Konzentration durchführen zu können.
Konzentration: Wichtig sind die Position, Haltung und die Bewegung der Übungen. Bei der Durchführung sollen die Gedanken die Bewegungen in jeder Phase steuern, der Körper soll bewusst wahrgenommen werden. Folgende Checkliste hilft dabei, die Konzentration richtig zu fokussieren: Sind die Schultern locker, nicht angespannt? Ist der Brustkorb geöffnet? Befindet sich das Becken in einer neutralen Position? Sind die Knie und Ellbogen ganz locker oder zu stark durchgestreckt?
Präzision: Durch die starke Konzentration auf die Übungen wird die Präzision der Ausführungen gefördert. Präzision ist nur möglich mit absoluter Konzentration und dauernder Kontrolle.
Kontrolle: Die präzise Ausführung jeder Übung wird erst durch die konsequente Kontrolle jeder Details, jedes Körperteils, der Atmung und des Gleichgewichts möglich. Ist dieses umsetzbar, folgt daraus aus Konsequenz die Körperbeherrschung.
Atmung: Wichtiger Bestandteil der Übungen ist die Atmung. Diese fließt gleichmäßig ohne anzuhalten durch die Nase ein und durch den Mund aus. Dabei ist das Ausatmen genauso wichtig wie das Einatmen. Denn die Luft, die sich noch in den Lungen befindet, ist verbraucht und verhindert, dass man neue frische Luft schöpfen kann.
Zentrierung: Der Mittelpunkt der Pilatesübungen ist das Powerhouse. Das Powerhouse ist wie ein Korsett, das die inneren Organe hält und die Wirbelsäule stützt. Es sollte immer in Balance sein. Unterstützten und aktivieren kann man das Powerhouse am besten mit der Atmung.
Streckung: Die Wirbelsäule wird durch die Streckung entlastet. Bei den Übungen wird sie vor jeder Beugung verlängert, vor einer Drehung ebenfalls. In jeder Übungsposition wird die Wirbelsäule immer bewusst in die Länge gezogen und gestreckt.
Fließen: Alle Pilatesübungen werden in fließender Form und dynamisch durchgeführt, ebenso der Übergang von einer Übung zur nächsten. Dadurch bekommen die einzelnen Übungen einen gleichmäßigen, fließenden Rhythmus.
Pilates - Kurz und knapp
Beim Üben sollte die Konzentration auf das "Powerhouse" - also die Körpermitte ausgerichtet sein.
Die Atmung sollte eine seitlich ausgedehnte Brustatmung sein, die die Lungenflügel bestmöglich füllt.



