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Massage-Guide
Methoden und Wirkung
Bei den verschiedenen Formen der Massage bedient man sich unterschiedlicher Methoden, um Heilung oder Linderung herbeizuführen. Man spricht bei den klassischen Formen von direkter, bei den auf Reflexbögen basierenden Methoden von reflektorischer Wirkung.
Die klassische Variante wird von der wissenschaftlichen Medizin weitestgehend anerkannt und findet sich in den Lehrbüchern und Therapieleitfäden wieder. Die zweite Art wird heutzutage noch sehr kritisch beäugt, und bislang haben nur wenige Massagemethoden den Sprung in die Leistungskataloge der Krankenkasse geschafft. Diese meist aus Ostasien stammenden Massageformen basieren auf der Theorie der Reflexbögen. Diese, so die Theorie, bilden eine Verbindung zu den Organen und folglich auch zu dort auftretenden Beschwerden. Grundlage für die Fußreflexzonenmassage ist die Annahme, dass alle Organe des Körpers in bestimmten Regionen der Fußsohle "abgebildet" sind. Nach diesem Modell findet sich zum Beispiel die Wirbelsäule am Längsgewölbe der Füße und das Stammhirn am vorderen Ende des großen Zehs abgebildet. Durch eine Druckmassage der entsprechenden Areale sollen die verschiedensten Krankheitsbilder beeinflusst werden. Es wird also nicht die kranke Stelle behandelt, sondern das entsprechende Areal, welches das kranke Organ repräsentiert.
Massage als Stimmungsaufheller
Eine Sonderposition nehmen die sogenannten Entspannungs- oder Wohlfühlmassagenein. Diese Massagearten sind nicht zu verwechseln mit medizinischen oder therapeutischen Massagenim Rahmen von Heilkuren. Doch das soll deren Stellenwert keineswegs schmälern. Viele Menschen haben zu wenig Hautkontakt und empfinden daher die Streicheleinheiten als besonders wohltuend für Körper und Seele. Fünf Millionen Nervenenden, die sich unter einem Quadratzentimeter Haut verbergen, übermitteln den sanften Druck der Berührung an das Gehirn, das mit einer Dosis des Stimmungsaufhellers Endorphin und des Sexualhormons Oxytocin reagiert.
Reflexzonenmassage
Die Existenz der Reflexzonen ist bis heute nicht bewiesen. Rein hypothetisch ist auch deren angebliche Verbindung zu den inneren Organen. Allerdings gibt es auch auf Seiten der Skeptiker und Kritiker solche, die der als "Reflexzonenmassage" bezeichneten Anwendung positive Wirkungen zugestehen. Zu den Schwerpunktbereichen der verschiedenen Varianten lässt sich Folgendes festhalten: Die klassische Massage zielt auf Beschwerden des Bewegungsapparats und ist in Ihrer Ausrichtung am ehesten der Orthopädie zuzuordnen. Hier liegt der Unterschied zu den reflektorisch vorgehenden Massagen, wo man den Menschen als Ganzes betrachtet und auch Erkrankungen innerer Organe zu behandeln versucht, was die Hochschulmedizin jedoch ablehnt.
Behandlung
Wichtig: Massage ist eine medizinische Anwendung, es gibt also auch sogenannte Kontraindikationen, also Krankheitsbilder oder andere physiologische Vorbedingungen, bei denen Massagen auf keinen Fall zur Anwendung kommen dürfen. Hierzu zählen Erkrankungen der Haut (mögliche Verschleppung von Keimen), entzündliche Prozesse (z.B. fiebrige Erkrankungen) sowie traumatische Verletzungen (Brüche etc.). Nicht massiert werden sollte auch im Bereich von Tumoren und bei frischen Herzinfarkten.
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