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Übersicht und Ursprung

Das große Wellness-Bäder-Special

Übersicht und Ursprung

Die medizinische Verwendung von Wasser aus therapeutischen Zwecken wird seit Jahrtausenden betrieben. Zeugnisse früherer Badegewohnheiten sind u.a. die prächtigen Thermen der Römer. In erster Linie dient das Bad der Reinigung, allerdings wird und wurde auch der Gesundheit zuliebe und zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens gerne gebadet.

Bäderspecial
Noch vor 100 Jahren waren private Badezimmer die Ausnahme
© pixelio

Die Bedeutung des Badens in den verschiedenen Epochen war immer eng verknüpft mit den jeweils herrschenden Vorstellungen von Kultur und Hygiene.

Allgemeines

Die Ursprünge moderner Badekultur liegen – wie könnte es anders sein? - in der Antike, als öffentliche Badehäuser auch eine wichtige soziale Funktion hatten. In der Neuzeit ist die Badekultur eng verbunden mit der Entstehung von Seebädern und Kurorten mit Thermalquellen. Eine Rolle spielten auch die Folgen der Industrialisierung, etwa die katastrophalen hygienischen Bedingungen in den Arbeiterquartieren der rasant wachsenden Städte. Öffentliche Badeanstalten sollten den Arbeitern und ihren Familien eine regelmäßige Körperpflege ermöglichen und so Krankheiten vorbeugen. Über private Badezimmer verfügte die breite Masse der europäischen Bevölkerung erst ab dem 20. Jahrhundert.

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Baden: Lust am Wohlfühlen
© Baden-Baden

Baden damals

Seit Mitte des ersten Jahrhunderts v. Chr. sind öffentliche Bäder in Rom bekannt, und während des ersten Jahrhunderts n. Chr. erlangte der Besuch der öffentlichen Bäder eine hohe Bedeutung als sozialer Mittelpunkt des Lebens und fest zum Tagesablauf gehörendes Ritual. Die römischnen Thermen, meist überaus prächtig in der Ausstattung, waren der Öffentlichkeit zugänglich, entweder unentgeltlich oder gegen eine relativ geringe Gebühr. Die Bedeutung des Badens als Bestandteil des Lebens eines Römers wird auch anhand der vielen Bäder deutlich, die in neuen Provinzen bald nach der Eroberung entstanden. Ihre schnelle Verbreitung in der Provinz, auch an Orten, die nicht ausschließlich von Römern bewohnt waren, zeigt die baldige Übernahme der Sitte durch die einheimische Bevölkerung.

Nicht zu lange, nicht zu heiß

Ein Bad kann nicht nur im Rahmen einer Kur erholsam und heilend wirken. Auch eine Schnellkur in der eigenen Badewanne kann kleine Wunder wirken; die Poren öffnen sich, die Muskulatur wird lockerer. Empfohlen wird eine Temperatur von etwa 35 bis 37° C, was sich weniger belastend auf den Kreislauf auswirkt. Die Badedauer sollte etwa 20 min. betragen. Längere Bäder können die Haut und den Kreislauf belasten. Als Regel gilt: Je wärmer das Badewasser, desto kürzer die Badedauer. Allerdings können Schwitzbäder auch bis zu einer Stunde dauern. Es wird empfohlen, sich nach dem Baden kühl abzuduschen, damit sich die Blutgefäße wieder zusammenziehen. Nach Verlassen der Wanne sollte eine 20- bis 30-minütige Ruhepause folgen.

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Baden lockert die Muskulatur
© Baden-Baden

Was man beachten sollte

Eine Wohltat bei verspannten Muskeln ist das Bad im Whirlpool. Die Düsen können gezielt ausgerichtet werden und unterstützen so den Massageeffekt. Aromaöle und Kräuter können die Wirkung noch verstärken, allerdings ist hier (wie auch sonst bei Kräutern, Ölen u.ä.) auch für Nicht-Allergiker Vorsicht geboten, da bei Badezusätzen generell die Gefahr von Hautreizungen und anderen Unverträglichkeitsreaktionen besteht. Unterschieden werden muss auch zwischen reizarmen, natürlichen Erzeugnissen und auf natürlich getrimmten Fake-Produkten. Heiße Bäder können für Personen mit Blutdruckproblemen, erhöhter Blutungsneigung, Herzerkrankungen oder Venenproblemen gefährlich sein. Personen mit Kreislaufproblemen sollten warme Bäder nur unter Aufsicht nehmen.

Quelle
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