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Die Lehre vom richtigen Leben

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Beim ayurvedischen Stirnölguss, auch Stirnguss, Kopfguss oder Shirodhara genannt, fließt in einem kontinuierlichen Strahl aus circa 10 cm Höhe erwärmtes, medizinisches Öl (Thaila, von Tila, dt. Sesamsamen, zumeist auf Sesamöl-Basis hergestellt) auf den Kopf und hier ganz besonders auf die Stirn des Patienten.

Stirnölguss

Dies beruhigt das gesamte vegetative Nervensystem, harmonisiert und gleicht aus. Anwendung findet er, zumeist in Verbindung mit einer Gesichts- und Kopfmassage, vor allem bei neurovegetativen Störungen und Stressfolgen.

Besonders empfohlene Thaila für Stirnölgüsse heißen Kshirabala Thaila (nach einer 2000 Jahre alten Rezeptur) und Bhringamalakkadi Thaila (nach einer 400 Jahre alten Rezeptur). Ein Stirnölguss wird bevorzugt bei chronischen Kopfschmerzen, Gesichtslähmung, halbseitiger Lähmung, Schlaflosigkeit und Depressionen angewendet, wohingegen bei niedrigem Blutdruck, schwachem Kreislauf und während der Menstruation davon abgesehen werden muss. Weil diese Anwendung blutdrucksenkend wirkt, sollte in jedem Fall unmittelbar zuvor eine kräftige, kreislauffördernde Abhyanga (die traditionelle ayurvedische Ganzkörper-Massage) durchgeführt werden.

Ayurveda-Special

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Ghee

Die Butter wird vorsichtig erhitzt und für etwa 30 Minuten flüssig gehalten. Dabei setzt sich das geronnene Eiweiß im Schaum und am Boden ab, das Wasser verdunstet. Durch Abschöpfen des Schaumes, anschließendes Abgießen und Filtern wird die Butter geklärt. Die Einnahme der Butter kann u.a. Bestandteil einer Panchakarma-Kur sein. Erwärmt wird diese in kleiner Menge morgens nüchtern getrunken, um die fettlöslichen Schlacken im Körper zu lösen.

Diese innerliche Mobilisierung der Schlacken wird äußerlich durch verschiedene Ölbehandlungen wie beispielsweise Massage (Abhyanga usw.) oder Stirnölguss ergänzt. Im Westen wird meist eine entsprechende abgeschwächte Variante des Panchakarma durchgeführt, beispielsweise ohne Erbrechen. Panchakarma hat sich bei chronischen Krankheiten wie Rheuma, Asthma, Allergien, Bluthochdruck oder Kopfschmerzen bewährt. Auch in der Nachbehandlung von z.B. Operationen kann die Kur dem Organismus helfen, sich rascher zu erholen und sein natürliches Gleichgewicht wiederzufinden.

Ayurveda als Beruf

In den meisten Ländern ist der Begriff Ayurveda nicht geschützt, sodass jeder ohne besondere Auflagen entsprechende Anwendungen anbieten darf. In Deutschland stehen einige Gesundheitsämter allerdings der Verwendung der Begriffe Therapeut und Therapie relativ kritisch gegenüber. Auch wenn nachweislich ayurvedisch geschulte Fachkräfte ihn als öffentliche Werbung nutzen oder in irgendeiner Form auch nur den vagen Eindruck erwecken, Krankheiten heilen zu können, kommt es leicht zu Abmahnverfahren.

In Indien müssen Ayurveda-Ärzte sechs Jahre lang studiert haben, um danach ein Staatsexamen in ayurvedischer Heilkunst abzulegen. Es ist ein eigener, vollständiger Studiengang, der an vielen indischen Universitäten gelehrt wird. Nach drei weiteren Jahren Praxis erlangt man die Berechtigung, den Titel Doctor of Ayurveda zu führen. Mehrere tausend Mediziner erhalten in Indien alljährlich ihre Anerkennung zum Doktor der Ayurveda.

Auch in Deutschland gibt es inzwischen einige Ayurveda-Institute, die eine fundierte Ayurveda-Ausbildung nach indischen Standards bewerben, was letztendlich aber nur schwer oder gar nicht nachprüfbar ist. Außerdem besteht die Gefahr eines Authentizitätsverlusts, da das vermittelte Wissen meist auf westliche Lebensbedingungen übertragen wird.

Quelle
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